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Vom Geschichten erzaehlen zum Storytelling

Warum das Internet ohne Geschichten nicht funktionieren würde

Für gewöhnlich geht es in diesem Blog um Google, um optimierte Klickraten oder ein effektives Affiliate-Marketing. Heute geht es ums Geschichten erzählen – und das hat mehr mit Google und dem Internet zu tun, als man auf den ersten Blick meinen möchte! Tatsächlich wäre das Internet nämlich ohne gute Geschichten genauso verloren wie die Menschheit. Das sind aber große Worte, findest Du? Dann lies doch einfach mal weiter.

Vintage inscription made by old typewriter, what's your story?

Google(n) ist menschlich

Warum glaubst Du, wertet Google vor allem Texte aus? Die Antwort ist so einfach wie logisch – wir können nicht in Formeln denken – zumindest die meisten von uns. Weil menschliches Denken und Fühlen sprachlich ist, haben wir eine Suchmaschine erfunden, die nach den gleichen Prinzipien funktioniert wie unser Gehirn. Google durchforstet das Internet nach sinnvollen sprachlichen Zusammenhängen und hochwertigen Informationen. Ohne semantischen Bezug zur URL hat eine Website deutlich weniger Chancen, eine gute Positionierung im Suchergebnis zu bekommen – ebenso wenig ohne überzeugende Inhalte, die helfende Antworten auf konkrete Fragen liefern. Die User springen ab und die Seite fällt in den Suchergebnissen auf eine niedrigere Position. Hier kommen Geschichten ins Spiel, die Storys, die Leser fesseln, sie auf einer Seite halten und emotional an ein Unternehmen binden.

Einem guten Erzähler kauft man seine Geschichte ab

Je besser die Story, desto besser die Seite und umso höher die Verkaufsrate. Das war schon immer so – ein Apfel verkauft sich viel besser, wenn man erfährt, wie alt die jeweilige Apfelsorte ist, wo sie angebaut wird und warum der Apfel so gesund ist. Und was macht eine gute Story aus? Erst einmal der Erzähler. Es gibt ja so langweilige Erzähler! Solche, die immer wieder nur das erzählen, was schon tausende Male erzählt wurde. Glücklicherweise gibt es auch die anderen. Neugierige Köpfe, die selbst recherchieren und bekannte Geschichten mit zusätzlichen Informationen anreichern. Die Fantasie haben, einen spannenden Erzählstil – und: die Zielgruppe im Blick.

Blog_storytelling_2Kriemhild in der Sauna – historisches Zielgruppenmarketing

Das Wissen um die richtige Ansprache der jeweiligen Menschen war schon im Mittelalter ein Erfolgsgarant: Der berühmte Minnesänger Walther von der Vogelweide passte seine Texte dem jeweiligen Publikum an, vor dem er sang. Am Welfenhof kamen die rivalisierenden Staufer denkbar schlecht weg – ein paar Tagesreisen weiter lachten die Staufer über die gleichen Lieder – nur wurden darin jetzt die Welfen der Lächerlichkeit preisgegeben. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ – diese lapidare Einsicht Walthers heißt heute „Zielgruppenmarketing“, beruht aber auf denselben Grundsätzen.

Ein anderes Beispiel dafür ist die zielgruppengerechte Adaption von Geschichten. Auch die gibt es schon wesentlich länger als Google und Content Marketing. Die mittelalterliche Nibelungensage etwa wurde nicht nur in Deutschland tradiert, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Erinnerst Du Dich noch an den berühmten Streit der Königinnen Kriemhild und Brünhild vor dem Wormser Dom? Diese Auseinandersetzung fand auch in Island statt, wo die Menschen an Kobolde glauben und heiße Quellen die Gehwege beheizen. Logisch, dass sich die edlen Damen hier nicht vor einer Kirche, sondern in der Sauna zanken mussten. Im Web passiert nichts anderes: Geschichten werden neu aufgerollt und auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten. Inhalt und Wording werden nach Bedarf angepasst.

Das World Wide Web – gesponnen aus menschlichen Geschichten

Menschen lieben Geschichten und das Faszinierende daran ist, dass sich daran nichts ändert. Seit es Menschen gibt, gibt es Sagen, Mythen und Lieder. Wie und wo eine Geschichte dann erzählt wird, im Buch, im Kino, auf YouTube oder in einem Online-Magazin, ist unwichtig. Die Story zählt und muss sich richtig entfalten können. Die mediale Vielfalt und die diversen Publikationswege im Netz haben der Kultur des Erzählens nicht geschadet, im Gegenteil: Digitales Storytelling, wie etwa Audioslides oder Scrollytelling, öffnet neue Erkundungsfelder für kreative Erzählformen und trifft den Nerv der Nutzer. Die Geschichten haben die digitale Revolution nicht nur überlebt, sie sind ganz natürlich ein Teil von ihr geworden. Das ist wunderbar, bedenkt man, wie schnelllebig das Web ist. Eine der ältesten menschlichen Kulturformen bleibt damit eine der wichtigsten – wir nehmen sie in jedes neue Zeitalter mit und verwurzeln sie darin. Vielleicht, weil wir uns bei allem technischen Fortschritt auch nach Beständigkeit sehnen und nach dem schönen, vertrauten Gefühl, das eine gute Geschichte in uns hinterlässt.

  7 Tipps für erfolgreiches Content Marketing

  • Analysiere Deine Zielgruppe: An wen richtet sich Deine Webseite? Wessen Interesse möchtest Du gewinnen und welche Merkmale einen Deine Zielgruppe? Je genauer Du über Deine Zielgruppe Bescheid weißt, desto besser.
  • Stell Dir ehrlich die Frage, welche Inhalte Deine Zielgruppe interessieren könnten. Schau Dir möglichst viele andere Webseiten zu Deinem Themengebiet an, lass Dich inspirieren!
  • Erstelle einen Redaktionsplan mit Themen und Themenaspekten, die einen echten Mehrwert für Deine Zielgruppe bieten, Inhalte also, die es sonst noch nicht im Netz gibt.
  • Investiere ausreichend Zeit in die Recherche und in einen hochwertigen Content - Deine Leser werden den positiven Unterschied zu anderen Webseiten bemerken und Deine Seite mit häufigen Besuchen honorieren.
  • Ansprache: Achte darauf, welche Sprache Deine Zielgruppe spricht und sprich in Deinen Texten und Bildern die gleiche Sprache!
  • Hab Spaß daran, den Content Deiner Seite regelmäßig zu pflegen und zu aktualisieren – so bleibst Du mit Deiner Seite relevant – auch auf der Suchergebnisseite bei Google.