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Recap Mobile Tech Con 2013 Berlin

Hier sollte eigentlich ein Recap über die diesjährige Mobile Tech Con 2013 (#mtc13) in Berlin stehen. Sollte. Doch um ehrlich zu sein fällt mir beim besten Willen kein aktuelles Thema ein, das es wert wäre darüber zu berichten. Um uns nicht falsch zu verstehen: Die MTC ist - zumindest in Deutschland - nach wie vor die wohl wichtigste Konferenz für Mobile Marketing, Development und Business. Und auch dieses Jahr gab es wieder zahlreiche Sessions, Workshops und Keynotes rund um die Themen iOS, Android, Mobile Web (Responsive Webdesign, JavaScript und Html5) und Mobile Platforms. [caption id="attachment_13313" align="alignnone" width="612"] Foto: Christian Kolos - Twitter (http://twitter.com/psycko)[/caption] Doch irgendwie ließ sich das Gefühl nicht verdrängen, das alles schon mal gesehen und gehört zu haben. Klar - die Gadgets, Smartphones und Tablets sind in der Zwischenzeit wieder einmal leistungsstärker und hochauflösender geworden (leider bei meist gleicher Akkuleistung), aber wirklich neue Themen oder Hypes suchte man vergebens. Während man auf bisherigen Konferenzen immer wieder den Eindruck hatte, dass zahlreiche Teilnehmer möglichst viele Gadgets möglichst gleichzeitig zur Schau stellen benutzen mussten, beschränkte sich die Auswahl diesmal meistens auf ein Endgerät. Hier und da sah man zwischen den Reihen sogar - man lese und staune - den guten alten Notizblock nebst Stift aufblitzen. So machte sich, für eine Tech Konferenz, ein seltsames Gefühl der Ernüchterung breit - Entschleunigung nennt man das Ganze wohl. Jetzt könnte vielleicht der Eindruck entstehen, mobile Themen seien auf einem absteigenden Ast - das Gegenteil ist der Fall! Letztes Jahr war noch die Prognose zu lesen, dass Tablet-Verkäufe spätestens 2013 klassische Desktop-PCs und Laptops verdrängen werden - im Q2 2013 ist dies inzwischen passiert. Mobile Technik ist inzwischen so allgegenwärtig geworden, dass unsere Kinder ganz selbstverständlich Apps benutzen um zu spielen oder zu lernen, und unsere Eltern sich per Smartphone oder Tablet online informieren, shoppen oder mit uns via WhatsApp, Skype oder den zahlreichen Social Media Diensten kommunizieren - egal wo sie sich gerade befinden. Das Internet ist durch intuitiv bedien- und bezahlbare Gadgets und Dienste nicht mehr in erster Linie das Wahlmedium der 20-40 Jährigen. Die Generation "always online" zieht sich inzwischen durch sämtliche Bevölkerungsschichten und Lebensalter. Gerade darum gibt es meiner Meinung nach zurzeit keine wirklichen Hype-Themen - frei nach Samsungs letzter Kampagne: "The next big thing is already here". [caption id="attachment_13314" align="alignnone" width="612"] Foto: Christian Kolos - Instagram (http://instagram.com/psyckodad)[/caption] Und das ist wahrscheinlich auch ganz gut so: wir müssen nicht mehr wöchentlich dem nächsten großen Ding hinterherlaufen. Die Nutzer erwarten, dass eine Website oder ein Dienst nicht nur mobilfähig sondern auch schnell und benutzerfreundlich ist - die Konkurrenz ist, wie immer, nur einen Klick entfernt. Und genau hier gibt es - ganz ohne Hypes - noch viel zu tun. Meine Prognose: Die üblich gestellte Frage, ob man das nun mit Responsive Webdesign, Apps oder unterschiedlichen Lösungen für Smartphone, Tablet und Desktop löst, wird sich auch nächstes Jahr auf der MTC mal wieder nicht einfach beantworten lassen - dazu sind Projekte, User und Anforderungen einfach viel zu unterschiedlich. Da man aus Datenschutzgründen auf der Konferenz selbst offiziell nicht fotografieren durfte, hier noch ein paar Eindrücke aus Berlin. Ausnahmsweise nicht durch fünf Instagram Retro Filter gejagt, sondern ganz klassisch und entschleunigt mit einer Analog-Kamera geschossen. Das ist doch auch mal schön in unserer "always on" Welt. [ P.S.: Das hier ist ein Platzhalter für die noch folgenden Fotos - im Gegensatz zu Digitalfotos dauert die Entwicklung leider noch ein paar Tage. Slow Media quasi ;) ]