Mobile Punktlandung Was Texte fuer Smartphones Co koennen muessen

Immer dabei und stets online: Smartphones und Tablets leiten uns digital durch den Alltag. Online-Marketer, die ihre Texte auf mobiles Nutzerverhalten und technische Gegebenheiten abstimmen, liegen in der Lesergunst vorn. [caption id="attachment_12144" align="alignleft" width="210"]Mobile Webtexte leserfreundlich aufbauen Ansprechende Mobiltexte liegen in der Lesergunst vorn (Foto: Rodriguez/Fotolia #44899199)[/caption] Displays glühen, Finger wischen – auf einer gewöhnlichen U-Bahn-Fahrt zeigt sich, dass Smartphones und Tablets längst in unserem Leben Fuß gefasst haben. Nicht nur unterwegs, auch zu Hause sorgen die mobilen Buddies für Zeitvertreib: Ab auf die Couch, Fernseher an – während das Programm vor sich hin plätschert, checken wir die Nachrichtenlage. In der Werbepause surfen wir kurz im Online Shop vorbei. Feierabendalltag. Für jede Alltagssituation gibt es mittlerweile das passende mobile Endgerät. Und immer mehr Deutsche nutzen darauf das mobile Internet. Laut der Mobile Effects 2013-2 Studie von Tomorrow Focus Media gehen fast 40 Prozent der Mobiltelefonbesitzer mit ihren Geräten regelmäßig online. Dieses Nutzungsverhalten beflügelt die digitale Wirtschaft: Werbekampagnen, Content Marketing oder Mobile Shop – werbetreibende Unternehmen haben viele Möglichkeiten, Kunden auf ihre Produkte aufmerksam zu machen und nebenbei ihr Markenimage zu pflegen. Hierbei spielen nicht nur Bilder und Buttons eine Rolle: Mithilfe von gut gestalteten Texten sprechen Firmen gezielt Mobile User an, leiten sie durch ihr Angebot und fordern sie zum Handeln auf. Damit es mit der mobilen Interaktion klappt, sollten Autoren einige Grundsätze beachten: 1.    Relevanz hat Vorfahrt Mobilgeräte versüßen unsere Pausen und Wartezeiten. Auch unterwegs trumpfen sie auf: Restaurants, Bankfilialen oder Infos über Sehenswürdigkeiten sind nur wenige Fingertipps entfernt. Wer auf Achse ist, mehrere Dinge auf einmal tut oder nur wenig Zeit hat, nimmt jedoch nur begrenzt Informationen auf. Schnell entscheidet sich, welches Mobilangebot relevant ist und welches nicht. 2.    Texte für Überflieger Lesen auf kleinen Bildschirmen strengt an. Aus diesem Grund überfliegen User die Beiträge nur, anstatt sie Wort für Wort aufzunehmen. Wer seine Leser bei der Stange halten will, bringt Texte für mobile Websites auf den Punkt. Kurze, knackig formulierte Sätze und ein schnörkelloser Sprachstil schaffen Verständlichkeit und Vertrauen. 3.    Was will ich bei wem erreichen? Auch in der mobilen Kundenkommunikation gilt es, Botschaften auf die Zielgruppe abzustimmen. Klärt ein Autor folgende Fragen bevor ein neuer Text entsteht, ist er auf der sicheren Seite:
  • Wer ist die Zielgruppe und welcher Sprachstil trifft ihren Nerv?
  • Welche Botschaft/ Kernaussage hat der Text?
  • Welches Ziel hat der Text (informieren, überzeugen, zu einer Aktion bewegen)?
  • Wie sollen potenzielle Kunden die Marke/ das Unternehmen wahrnehmen (z.B. innovativ, serviceorientiert, konservativ oder traditionell)?
4.    Struktur schafft Überblick Kommen Sie mobilen Lesern entgegen, indem Sie Ihren Texten Struktur geben und Ihre mobile Website nicht überfrachten. Schlank und übersichtlich soll sie sein – entfernen Sie unnötige Elemente, optimieren Sie auch die Ladezeiten. Für Mobiltexte haben sich folgende Richtlinien bewährt:
  • Die Hauptüberschrift beinhaltet die zentrale Aussage des Textes und reizt zum lesen.
  • Der Teaser fasst kurz und knapp die wesentlichen Punkte zusammen. Leser erkennen so auf Anhieb, ob der nachfolgende Text die gewünschten Informationen enthält.
  • Fließtexte (1-spaltig) gliedern sich durch kurze Absätze und Zwischenüberschriften. Hierdurch erfassen Leser leichter den logischen Aufbau.
  • Listen und Fettungen wichtiger Schlagwörter sorgen für einen besseren Überblick.
5.    Performance-optimiert formulieren Verbraucher durchlaufen verschiedene Phasen, bevor sie ein Produkt kaufen (die sogenannte Customer Journey). Zu Beginn suchen Menschen nach einer Problemlösung oder haben Lust auf ein Produkt. In dieser Stufe geben rational formulierte Zeilen Orientierung. Sie greifen Probleme auf, vermitteln Kompetenz und „reichen Kunden die Hand“. Texte wirken auch stimulierend: sie sprechen Sehnsüchte und Wünsche des Kunden an. Sobald der User ein Produkt ins Auge gefasst hat, schlägt die Stunde der Vorteilskommunikation. Webtexte zeigen, welchen Nutzen ein Erzeugnis bietet und wo es gegenüber Konkurrenten punktet. Hierbei sollte eine Prise Emotion ins Spiel kommen. Denn nur begeisterte Kunden tippen den „Jetzt kaufen“-Button an. Kurzum: Gute Online-Texte holen Kunden in der Kaufphase ab, in welcher sie sich gerade befinden. Im Mobile-Commerce verlagert sich der Conversion-Zeitpunkt immer weiter nach hinten. Beispiel Reisemarkt: Kunden buchen Zusatzleistungen wie Mietwagen oder Konzertkarten oft erst während des Trips. Wer seine Kunden unterwegs erreichen will, textet griffige Formulierungen, die Mobile-Nutzer gezielt ansprechen. Etwa: „mit dem Handy bestellen“, „mobil entdecken“, „unterwegs angucken“ oder „im Mobile Ticket Shop“. 6.    Mobile SEO hält Google auf Trab An Google führt auch im mobilen Universum kein Weg vorbei. Der Suchmaschinen-Riese durchforstet mobile Websites mit eigens dafür entwickelten Crawler-Programmen. Clevere Schreiber tun also gut daran, ihre SEO-Artikel nach Mobile-Kriterien aufzusetzen. Zum Glück ähneln mobile Suchanfragen denen auf Desktops in Länge und Themenspektrum. Website-Betreiber können mobile Websites also auf die gleichen Keywords ausrichten wie Seiten für PC- und Laptop-Nutzer. Hauptsache, die Schlüsselbegriffe stehen im Text an den richtigen Stellen und werden natürlich (sprich: lesbar!) eingesetzt. Der Leser steht auch bei den Suchergebnissen (sog. Snippets) im Vordergrund. Sauber aufgesetzt, erscheinen gut lesbare und animierende Suchergebnisse in der mobilen Suchmaske. Gespickt mit geografischen Angaben wie Stadt, Land oder Straßennamen unterstützen sie standortbezogene Anfragen von Usern und führen sie gezielt auf mobile Angebote. Fazit: Kaum jemand kann es sich leisten, mühsam auf die Seite geholten Traffic aufgrund mangelnder mobiler Textoptimierung zu verlieren. Wer oben genannte Tipps beherzigt, hinterlässt bei den Usern einen positiven Eindruck und weckt das Kaufinteresse.