mobile business conference 2012 Recap

Am 27. und 28. März fand als Partnerkonferenz  zur Internet World Messe die mobile business conference im ICM München statt. Der erste Tag war im Workshop-Charakter gehalten - von der Mobile Marketing Strategie über die Planung von Apps bis hin zum Multi-Channel-Commerce wurden  tiefe Einblicke in das Thema Mobile gewährt. Der zweite Tag zeichnete sich als Konferenztag aus, der in einem Rundumschlag alle Themen abdeckte, die im Zusammenhang mit einer mobilen Business-Strategie bedacht werden sollten. Im Speziellen wurden hier im Vortrag "Der (lange) Weg zur mobilen Revolution" von Dr. Markus Pfeiffer (Bloom Partners GmbH) die Trends im mobilen Business dargestellt. Macht Facebook doof? Als erstes galt es aber die Frage zu klären "Macht Facebook eigentlich doof?". Durch intensive Forschung und unter der Mithilfe von anerkannten Medizinern konnte festgestellt werden, dass die Hirnregionen, die bei der Nutzung von Facebook aktiviert sind auch diejenigen Hirnregionen sind, die bei einer Erkrankung an Alzheimer als erstes Absterben. Eine genau Analyse dieses Zusammenhangs steht noch aus ... [caption id="attachment_8690" align="aligncenter" width="450"]Macht Facebook blöd? Quelle: Dr. Markus Pfeiffer, "Der (lange) Weg zur mobilen Revolution, http://de.slideshare.net/mpfeiffer/long-way-to-mobile-revolution[/caption] Im anschließenden, ernster gemeinten, Teil des Vortrags wurden die Trends im Mobile Business vorgestellt. Die Trends im mobilen Business Angesichts der Tatsache, dass bis zum Jahr 2015 die Nutzung des mobilen Internets die stationäre Nutzung überholen wird, war es zu Beginn der Konferenz Zeit für einen Blick in Richtung zukünftige Trends und Möglichkeiten im Mobile Bereich:  
  1. Die lokale Relevanz ist für Branchen-Insider zwar ein vermeintlich alter Hut, aber trotzdem ist sie einer DER Schlüsselfaktoren, die mobile Themen ausmachen. Wer hier eine wirklich gute Idee hat und diese gut umsetzt, wird auch Erfolg im mobilen Business haben, denn keine Technologie bisher war so sehr mit dem aktuellen Standort des Nutzers verbandelt, wie die mobilen Devices. [caption id="attachment_12521" align="aligncenter" width="100"]Goldmedia_Location_Based_Services_220213_Seite_28 Quelle: Studie Location-based Services 2013, Goldmedia Strategy Consulting[/caption]
  2. Der zweite Trend ist nicht Social, wie das SoLoMo-Modell (Social, Local, Mobile) vorgibt, sondern die Post-Social-Ära, die dem Nutzer die Gelegenheit gibt, sich wieder mit sich selbst und seinen Interessen zu beschäftigen anstatt mit der Vernetzung mit Freunden und Bekannten.Das aktuellste Beispiel hierfür ist Pinterest, bei dem sich User selber eine Fotowand erstellen – allein zur eigenen Erbauung – was aber nicht heißen soll, dass Social dabei außen vor bleibt.Vielmehr wird Social vom Hype zum Standard und so kann selbstverständlich jedes einzelne Bild auch als Statusupdate über Facebook veröffentlicht werden. [caption id="attachment_12511" align="aligncenter" width="100"]Pinterest - Post Social Quelle: pinterest.com[/caption]
  3. Auch Punkt 3 in der Liste der Trends für die mobile Zukunft ist für viele ein alter Hut: Gaming. Die Erfolgsgeschichte der App „Draw Something“ ist aber Beweisgenug, dass hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht wurde. Innerhalb der letzten 8 Wochen hat die App es geschafft bis zu 100.000 Dollar Umsatz pro Tag zu generieren und letzte Woche wurde das StartUp für 200 Millionen Dollar an den Spezialisten Zynga verkauft.Dies mag ein extremes Beispiel sein, zeigt  aber die aktuellen Möglichkeiten auf, die der Gaming-Bereich bietet. [caption id="attachment_12514" align="aligncenter" width="100"]Draw Something Quelle: http://omgpop.com/drawsomething[/caption]
  4. Trend Nummer 4 im mobilen Bereich ist die Loslösung von Smartphone und Tablet. „Mobile“ wird so ubiquitär wie es schon vor 10 Jahren vorausgesagt wurde. Einer Milliarde Computer und knapp einer Milliarde Mobiltelefone stehen 100 Milliarden Dinge gegenüber, die alle potenziell vernetzt sein könnten. Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass Ende 2015 bis zu 15 MilliardenObjekte mit dem Internet verbunden sein werden, die dann etwa 30% des Traffics generieren werden. Die Aufgabe für findige Produktdesigner besteht also nun darin, bestehende oder neue Produkte sinnvoll oder auch nur attraktiv mit dem Internet zu verbinden.Denn seien wir ehrlich: Der Kühlschrank, der automatisch Milch bestellt, ist eine olle Kamelle noch bevor er in unseren Häusern steht… [caption id="attachment_12518" align="aligncenter" width="100"]Nike+_FuelBand_lr-300x214 Quelle: nike.com[/caption]
Die mobile business conference bot über den Ausblick in die Zukunft aber auch viele aktuelle Themen: Von der ergonomischen Gestaltung einer App über die Konzeption einer mobilen Webseite und der Werbung im mobilen Internet bis hin zum Social-Media-Phänomen Facebook waren alle Themen vertreten, die heute und zukünftig die Branche in Aufruhr halten werden. Seien wir gespannt, was die Zukunft uns bringt. Heute müssen wir nicht mehr sagen „Mobile kommt!“, denn mit Smartphones, Netbooks und Tablets ist Mobile ohne großes Aufhebens mitten in unser Leben getreten und zur Selbstverständlichkeit für eine ganze Generation geworden.