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International SEO Umgang mit Schriftzeichen in URLs und Content

Steigendes Interesse an Suchmaschinenoptimierung und die damit einhergehende wachsende Entwicklung von SEO, und zwar nicht nur in den Industrienationen sondern weltweit, dürfte SEOs auf der ganzen Welt erfreuen. In dem kürzlich hier veröffentlichen Blog-Beitrag  Search – Überblick 2.0: SEO international wird der Verlauf für steigendes SEO-Interesse über die letzten Jahre hinweg anschaulich dargestellt. Wir wollen nun darauf aufbauend einen Schritt weiter gehen und globale Marktanteile von Suchmaschinen betrachten, um dann speziell am Beispiel Russland einzelne ausgewählte SEO-Faktoren näher unter die Lupe zu nehmen. Im Fokus steht hier am Beispiel Russland der Umgang mit Schriftzeichen in URLs und im Content. In vielen Ländern ist Google die marktführende Suchmaschine mit einem insgesamt weltweiten Marktanteil von 83 Prozent.  Besonders in Europa und hier in Deutschland ist Google der Standard, auf den zurückgegriffen wird, wenn es darum geht im Netz eine Suchanfrage zu starten. Marktanteile zwischen 80 und 90 Prozent sind dabei keine Seltenheit. In Italien beispielsweise mit ca. 98 Prozent oder in Frankreich mit ca. 92 Prozent ist Google stets Spitzenreiter (Quelle: luna-park 2011). Daneben gibt es einige Länder, in denen Google aktuell nicht die Vorherrschaft innehat. In China dominiert beispielsweise die Suchmaschine Baidu und Russlands top Suchmaschine ist Yandex. Bei der Suchmaschinenoptimierung in diesen Ländern gibt es einige Unterschiede zu beachten und es ist wichtig, die Marktgegebenheit gut zu kennen. Die Herausforderungen, die ein internationales Projekt mit sich bringt, sind oftmals nur bedingt alleine zu stemmen. Um unsere Kunden auch in internationalen Projekten optimal unterstützen zu können, profitiert explido bereits von dem vor gut einem Jahr gegründeten internationalen Partner-Netzwerk von Performance-Marketing-Agenturen „Yamondo – the Global Performance Alliance (GPA)“. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern konnte bereits eine Vielzahl internationaler Projekte erfolgreich abgewickelt werden. Wer etwa für Russlands top Suchmaschine Yandex SEO betreiben möchte, sollte einige Punkte aus SEO-Sicht beachtet. Lokalem Content wird eine besonders wichtige Rolle zugesprochen. Dieser sollte sich in der URL, den Meta-Daten und dem Text-Content widerspiegeln. Daneben gibt es analog zu den Google Webmaster Tools auch ein entsprechendes Tool von Yandex, das zur Steuerung und für das Monitoring der Website sehr hilfreich ist. [caption id="" align="alignnone" width="491"]Sucheingabeschlitz Yandex Quelle: Screenshot der russischen Suchmaschine "Yandex" - Suchanfrage am Beispiel "Schuhe"[/caption] [caption id="" align="alignnone" width="456"]SERP Yandex Quelle: Screenshot der russischen Suchmaschine Yandex - SERPs für die Suchanfrage "Schuhe"[/caption] Länder, deren Schrift nicht auf lateinischen Zeichen basiert, stellen bei der SEO-Optimierung eine zusätzliche Herausforderung dar. Sowohl kyrillische Zeichen in Russland oder auch japanische bzw. chinesische Schriftzeichen benötigen eine gesonderte Betrachtungsweise.  Die Verwendung kyrillischer Zeichen in der URL ist prinzipiell möglich und bringt auch den Vorteil mit sich, dass der Benutzer sofort das Thema der Seite erkennt und sich die URL leicht merken kann. Außerdem wird das Keyword in den Suchergebnissen fett dargestellt und kann demnach zu einer gesteigerten Klickrate führen. Neben den Vorteilen begegnet man bei der Verwendung kyrillischer Zeichen in der URL allerdings auch Nachteilen. Beim Kopieren der URL mit kyrillischen Zeichen wird diese in eine lange, mit Zeichen, Buchstaben und Zahlen versetzte URL kodiert, die weder leserlich noch leicht zu merken ist. Die aktuelle Version des Firefox-Browsers zeigt die korrekten kyrillischen Zeichen in der Adressleiste an und schreibt kodierte Zeichen automatisch in kyrillische Zeichen um. Manche Browser, wie zum Beispiel der Internet Explorer, können dies allerdings nicht. Abhilfe schafft die Verwendung der sogenannten Transliteration (kurz: Translit). Bei dieser Vorgehensweise werden die kyrillischen Zeichen in lateinische Zeichen mit gleicher oder ähnlicher Aussprache umgewandelt. Sowohl Yandex als auch Google erkennen und „verstehen“ die Transliteration. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass russischsprachige Benutzer meist Translit verstehen, wohingegen Englisch in Russland weit weniger gesprochen wird. Neben der Abbildung von Schriftzeichen in der URL muss eine korrekte Darstellung auch im Content-Bereich von Webseiten sichergestellt werden. Die Einstellung der Zeichenkodierung ist dabei ausschlaggebend wie die Inhalte einer Seite ausgeliefert werden. Während die verschiedenen Varianten der Normfamilie ISO 8859 jeweils unterschiedliche Zeichen, Buchstaben und Symbole abdecken, ist die Kodierung für Unicode-Zeichen UTF-8 mittlerweile am weitesten verbreitet, da es Schriftzeichen und Textelemente aller bekannten Schriften und Zeichensysteme einschließt. Welche Zeichenkodierung verwendet werden soll, wird im HTTP-Header oder in einem Meta-Tag angegeben. Mit UTF-8 ist man auf der sicheren Seite, alle Anforderungen der Zielsprache gerecht zu werden. Darüber hinaus wird der Standard UTF-8 von nahezu allen Browsern unterstützt. Die erwähnten Aspekte in diesem Blogbeitrag stellen natürlich nur einen minimalen Auszug aller wichtigen zu beachtenden Faktoren in internationalen Projekten dar. „Andere Länder andere Sitten“ trifft im Online- und speziell im SEO-Bereich zu.  Doch wer die jeweiligen Marktgegebenheiten, die Zielgruppe und die Sprache kennt, wird seine internationalen Projekte erfolgreich steuern.