Instant Personalization Bing macht gemeinsame Suche mit Facebook

Es ist soweit: Der klassische Suchalgorithmus trifft auf soziale Empfehlungen. Microsofts Suchmaschine Bing verschmelzt seine Suchergebnislisten (SERPs) mit Facebooks Like-Netzwerk. Es war schon lange spekuliert worden, inwiefern Facebook die Informationen der über den Open Graph angebundenen Webseiten für eine Soziale Suche nutzen wird. Da Facebook schon in einigen Punkten mit Bing kooperiert, war eine Kombination der beiden Systeme in irgendeiner Form abzusehen. Auf den Suchergebnisseiten von Bing sollen künftig neben den einzelnen Treffern die Profilbilder der Facebook-Freunde eingeblendet werden, die auf der jeweiligen Trefferseite auf einen 'Gefällt mir' Button geklickt haben. Laut Facebook kann so der Nutzer leichter entscheiden, welches Ergebnis am besten zu seiner Suche passt. Profilbilder der Facebook-Freude werden sicherlich einen erhöhten Klickanreiz für die damit verbundenen Ergebnissseiten liefern. Auch die Personensuche wird auf diese Weise aufgehübscht: Bing zeigt künftig Suchergebnisse an, die die Verbindungen auf Facebook mit berücksichtigen. Diese soziale Suche läuft unter dem Begriff Facebook Instant Personalization - derzeit noch etwas sperrig übersetzt mit Umgehende Personalisierung - und wird laut Facebook Blog in den kommenden Wochen in den USA ausgerollt. Von dieser Kombination werden sicherlich beide Partner profitieren. Der 'Gefällt mir' Button wird weiter rasant Verbreitung finden und die Bing SERPs werden wertiger erscheinen. Warm anziehen muss sich Google in den USA - beim Marktanteil in Deutschland hat das hier nicht die Relevanz. Da können die klassischen SEOs vorerst aufatmen. Insgesamt zeigt sich, dass SEO und SMM weiter zusammenwachsen und für ein erfolgreiches Onlinemarketing das Knowhow in beiden Disziplinen vorgehalten werden muss.