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Design Lexikon Teil 2

Aufbauend auf dem BLOG-Beitrag (Workflow im Web Design – ein kleines Lexikon Teil 1) möchten wir die Serie fortsetzen und weitere wichtige Begriffe erklären bzw. erläutern.

Da Bilder, Grafiken und Texte nicht immer perfekte Eigenschaften im Urzustand besitzen, existieren diverse Möglichkeiten, die Elemente grafisch aufzuwerten und nachzubearbeiten. Auf drei dieser Möglichkeiten, die dem Mediengestalter/Webdesigner zur Verfügung stehen, möchten wir nun im Detail eingehen: Composing, Retusche und Anti-Aliasing.
(Bild-)Composing

"Composing" (="zusammensetzen", "Komposition") ist ein Begriff aus der Bildbearbeitungs-Branche. Es werden hier mehrere Bilder zu einem großen Ganzen zusammengefügt.

Ziel eines jeden Composings sollte sein, dass der Betrachter nicht merkt, dass es sich lediglich um eine Bildzusammenstellung handelt. Dies ist jedoch nur durch Beachtung wichtiger Regeln (z. B. logisches Setzen von Schatten bzw. allg. Beachten von Lichtverhältnissen; sauberes Freistellen einzelner Bilder/Bildelemente etc.) möglich. Größtenteils gelten diese Composing-Regeln natürlich auch
bei Fantasie-Gebilde wie in Abb. 1. Abb.1: Beispiel für ein Bild-Composing

 

composing

 
Retusche

Unter Retusche (franz. für "Nachbesserung") versteht man die nachträgliche Verbesserung beziehungsweise Veränderung eines Fotos oder einer digitalen Grafik. Ziel kann der Wunsch eines verbesserten visuellen Effekts oder eine Bildfehlerkorrektur sein.

 

Abb.2: Beispiel für eine Retusche
retusche

 

Aliasing

Aus dem Sound-Technik-Bereich abgeleitet, verhält sich dieser Effekt ähnlich im Grafik-Bereich: Hier ist die Alias-Entstehung ebenfalls auf Unzulänglichkeiten beim Abtasten zurückzuführen. Bemerkbar macht sich dieser Fehler durch das Auftreten von Moiré-Mustern (zum Beispiel verschwimmen eng zusammenliegende Linien) oder durch das Entstehen von Stufen bei Schriften, Rundungen oder in der Kontur bei abgeschrägten Grafiken. Je niedriger bzw. fehlerbehafteter die Abtastrate ist, desto störender wirken sich diese Effekte auf den Gesamteindruck des Bildes aus.

Abb.3: Stufenbildung und Kantenglättung

 

Anti_aliasing

 

Anti-Aliasing

Zur Verhinderung bzw. Abschwächung von Aliasing-Effekten gibt es das Anti-Aliasing. Es bewirkt, dass sich die Pixel nicht nur an ihrem Nachbarn orientieren, sondern stattdessen eine Schnittmenge an Farb- und Positions-Werten aus dem umliegenden Bereich gebildet wird. Diese Schnittmenge wird dann dazu genutzt, um die jeweiligen Pixel mit adäquaten Farbwerten auszustatten.

Wird Anti-Aliasing ausschließlich zur Bekämpfung des Treppeneffekts bzw. der Stufenbildung eingesetzt, spricht man auch von Kantenglättung.  

Natürlich hat der Webdesigner bzw. Mediengestalter viele weitere Optionen, grafische Elemente „aufzuhübschen“. Diese werden wir in späteren Blog-Beiträgen näher beleuchten.