Content Marketing mit Qualitaetsinhalten auf Sympathiekurs

Werbung, die nicht wie Werbung wirkt – Content Marketing ist ein erfolgsversprechender Marketing-Trend. Der Grund ist einfach: Menschen informieren sich gerne über interessante Themen – online wie offline. Doch Werbung soll es bitteschön nicht sein. Deshalb versuchen Unternehmen, potenzielle Kunden mit informativen, gleichzeitig unterhaltsamen Inhalten auf sich aufmerksam zu machen. Dadurch präsentieren sie sich als vertrauenswürdig, sympathisch und als Experten in ihrem Fachgebiet.   1 Was ist Content Marketing? Content Marketing ist die Erstellung und Verbreitung hochwertiger Inhalte, um eine bestimmte Zielgruppe auf sich aufmerksam zu machen und dauerhaft zu binden. Während klassische Werbung beispielsweise in Form von Bannern oder Spots direkt zum Kauf auffordert, geht inhaltsbasiertes Marketing subtiler vor. Potenzielle Kunden werden durch informativen oder unterhaltsamen Content vom Unternehmen, der Marke oder dem Produkt überzeugt. Die Ziele von Content Marketing sind:
  • Informationsvermittlung
  • Schaffen einer Vertrauensbasis zwischen Unternehmen und Verbrauchern
  • Steigerung der Markenbekanntheit
  • Positive Einflussnahme auf die Meinung potenzieller Kunden
  • Besseres Ranking in Suchmaschinen
  • Knüpfen von Kontakten

Es gibt viele Formen von Content Marketing – sowohl online als auch offline. Die Verzahnung beider Kanäle erweist sich oftmals bei uneinheitlichen Zielgruppen als sinnvoll. Die folgende Grafik listet eine Reihe von möglichen Inhaltsformen für Online- und Offline-Kanäle auf:

 

Bild 1: Mögliche Inhaltsformen für Content Marketing unterteilt nach Veröffentlichungskanälen.(Quelle: explido WebMarketing)

  2 Wie funktioniert Content Marketing? Content Marketing basiert auf der Vorstellung, dass Menschen weniger nach bestimmten Produkten, sondern nach Lösungen für Probleme suchen. Internetnutzer geben beispielsweise beim Thema „Haarausfall“ eher Keywords wie etwa „Haarausfall stoppen“ oder „Mittel gegen Haarausfall“ in Suchmaschinen ein als die Namen bestimmter Shampoos oder Medikamente. Deshalb ist es ungünstig, Informationssuchende zu Beginn der Customer Journey mit Werbebannern zu überhäufen. Wissbegierige User sollten stattdessen ausführlich beraten werden. Nur so bekommen sie das Gefühl, auf der richtigen Website gelandet zu sein und umfassend informiert zu werden. Ein Beispiel: Gibt man in das Keywordtool Google AdWords die Suchbegriffe „Shampoo gegen Haarausfall“, „Alpecin Coffein Shampoo“ und „Schauma Hair Activator Coffein Shampoo“ ein, schlägt es kaum weitere konkrete Produkte gegen Haarausfall mit einem Spitzensuchvolumen vor. Allerdings präsentiert es für Keywords wie etwa „Haarausfall Ursachen“ oder „Was tun gegen Haarausfall“ monatlich ein sehr hohes lokales Suchvolumen (siehe Bild 2). Auch die Suggest-Funktion des Google-Suchfelds zeigt ausschließlich lösungsorientierte – und keine produktorientierten – Begriffe an (siehe Bild 3).

 

Bild 2: Von Google AdWords vorgeschlagene Keywords zum Thema „Haarausfall“, absteigend sortiert nach lokalem Suchvolumen. (Quelle: Google AdWords Tool)

Bild 3: Keyword-Vorschläge bei Google (Quelle: Google Suggest, 08.03.2013).

  Ob KMU oder Großkonzern – für Unternehmen ergeben sich durch Content Marketing gute Chancen: Da Firmen Spezialisten in ihrem Fachgebiet sind, können sie den Nutzern bei der Lösung ihrer Probleme helfen – und zwar mithilfe von informativen Inhalten. Das schafft einen enormen Mehrwert für die User und ist überall willkommen, wo klassische, produktorientierte Werbung auf Ablehnung stößt. Bereiten Redakteure oder Journalisten die Inhalte professionell auf und beachten dabei die Richtlinien der Suchmaschinenoptimierung, ist der Marketingerfolg so gut wie sicher!   3 Schwarzkopf als Beispiel für gelungenes Content Marketing Content Marketing ist in Nordamerika up to date. Im Vergleich dazu betreiben in Deutschland bisher nur wenige Unternehmen eine professionelle Vermarktung von Inhalten. Das Beispiel Schwarzkopf zeigt jedoch, dass auch hierzulande ein Umdenken erfolgt: Die Haarkosmetik-Firma hat vor ca. einem Jahr ihren Webauftritt komplett überarbeitet. Heute setzt sie bei den Inhalten weniger auf Produktwerbung, sondern viel mehr auf Expertise in Sachen Hairstyling und Haarpflege. Die Online-Artikel beschäftigen sich mit Pflege-Tipps, Styling-Ideen und vielem mehr – unabhängig vom Label Schwarzkopf. Erst am Ende der Beiträge gelangt der Nutzer über Links zu den passenden Schwarzkopf-Produkten. Auf diese Weise präsentiert sich das Unternehmen als Experte in seinem Fachgebiet, schafft eine Vertrauensbasis bei potenziellen Kunden und stärkt die positive Wahrnehmung der Marke.   4 Content wird Kaiser – hochwertige Inhalte setzen sich durch Weltweit profitieren namhafte Firmen wie Microsoft oder Cisco Systems von der Effektivität des Marketing-Trends Content Marketing. Das Marketing-Unternehmen MarketingProfs und das Content Marketing Institute (CMI) veröffentlichten Ende 2012 eine Studie über die Benchmarks, Budgets und Trends des Content Marketings im nordamerikanischen B2B-Sektor: 91% der Unternehmen nutzen die besagte Marketing-Disziplin, um ihre Markenbekanntheit zu steigern. Über die Hälfte der befragten Firmen möchte darüber hinaus im Jahr 2013 mehr Geld in inhaltsbasiertes Marketing investieren. In Deutschland wächst ebenfalls das Bewusstsein für die Relevanz von Content Marketing: Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2010 von Media-Treff, einem Informationsportal für Marketing und Vertrieb, ordneten rund 85% der befragten Unternehmen der Digitalen Wirtschaft dem Content Marketing eine große bzw. sehr große Bedeutung zu. Hinzu kommt, dass Suchmaschinen wie Google ihren Algorithmus stetig verbessern: Nur, wer Seiten mit echtem Mehrwert bietet, belegt die oberen Plätze im Ranking. Fazit: Content bleibt nicht nur King – er wird sogar Kaiser! Es lohnt sich, verstärkt in qualitative Inhalte zu investieren.