CMCX 2016 Recap Content Marketing Conference

Content Marketing 2016: Hot Shit oder Content-Flatulenz? Die CMCX 2016 ist Geschichte, und alle waren da: Customer Journey, Millennials, Generation Z. All die berühmt-berüchtigten Buzzwords gab es auf der größten Konferenz Europas zum Thema Content Marketing oft und reichlich. Neben den üblichen Worthülsen wurden aber glücklicherweise auch fast ebenso viele lehrreiche Präsentationen zu dem vorherrschenden Thema der Marketing-Branche vorgetragen. Wir lassen die Konferenz Revue passieren und verraten kurz-knackig vier Erkenntnisse, die wir aus der Veranstaltung mitgenommen haben. Außer den Gratis-Stressbällen und dem Kaffee. CMCX München Content ist ohne Strategie verloren Was nützt der tollste Mehrwert-Content, wenn er im Digital-Nirwana verschwindet und niemand ihn findet? Nichts. Daher ist die richtige Strategie für die Bereitstellung von Inhalten genauso wichtig wie deren Produktion. Für Mirko Lange von Scombler hat eine Strategie dann Aussicht auf Erfolg, wenn erst eine Story erstellt und darauf basierend Themen definiert werden. Dann empfiehlt er die Einbindung von Protagonisten, und anschließend Formate und Kanäle festzulegen. Laut Lange ist jede Art von Content wichtig, sofern sie an der richtigen Stelle platziert wird. Die Keynote von Mirko Lange ist auf Slideshare verfügbar. Eine gewisse Gelassenheit sieht Frank Horn (kpunktnull) als strategisch wichtige Komponente: „Content Marketing ist sanft, entspannt und geht auch mal Umwege“, meint er und rät dazu, in Interessen statt in Zielgruppen zu denken. Andre Alpar (PerformicsAKM3) stellt fest, dass sich „zu viel auf die Produktion und zu wenig auf Strategie und Distribution" konzentriert werde. Klassiker bleiben wichtig Kreativität macht beim Content Marketing den Unterschied zwischen Content und gutem Content. Allerdings sollten klassische Marketing-Disziplinen und Basics nicht vernachlässigt werden. Dazu gehört auch ein professionelles Lektorat aller Inhalte, die veröffentlicht werden. Laut Sebastian Callies von Callies & Schewe Kommunikation geben 50 % der User bei Rechtschreibfehlern auf E Commerce-Websites ihre Customer Journey auf. Hier zeigt sich einmal mehr, dass stets eine professionell aufgestellte Redaktion beim Erstellen aller Texte involviert sein sollte. Für Kerstin Pape von Otto ist entscheidend, Zielgruppen frühzeitig und klar zu definieren und die Strategie auf den jeweiligen Kanal abzustimmen. Darüber hinaus ist es laut Pape wichtig, mögliche Influencer ganz eng nach den Zielgruppen auszuwählen und „vom Nutzer her zu denken“.CMCX München In der Vergangenheit wühlen Einen interessanten Aspekt bringt Klaus Eck ins Spiel. In Zeiten, wo jeder beim Content Marketing an neue, unverbrauchte Inhalte denkt, bricht er eine Lanze für längst versunkene Content-Schätze . Dabei sei es wichtig, die Marken-Vergangenheit zu betrachten und mit zeitlichem Abstand zu analysieren, warum der bisherige Content nicht funktioniert hat. Laut Eck ist die Aufmerksamkeit des Nutzers extrem schwer zu gewinnen, da man mit „Katzen, Babys und Hochzeiten konkurriert“. Die Content-Schatzsuche hat dann Aussicht auf Erfolg, wenn man Stakeholder befragt, auf Google oder Slideshare ausgiebig recherchiert und daraus neue Ideen generiert. Die gehobenen Schätze sollten dann zum Beispiel mit Hilfe von Bildern oder Videos zeitgemäß verpackt und neu gestreut werden. Wichtig ist dabei, die Thematik Duplicate Content im Auge zu behalten. Abschließender Tipp von Klaus Eck: Inhalte sollten „frei fliegen“, Unternehmen sich von ihren eigenen Plattformen verabschieden. Social Media? Ja, wenn es passt Claudia Hilker gab einen Ausblick auf Social-Media-Plattformen, die im Rahmen von Content Marketing vielversprechendes Potenzial haben. Instagram sei mit neun Millionen Nutzern in Deutschland beispielsweise für Events und die Vorstellung von Neuheiten ein geeigneter Kanal. Weniger bekannt: Snapchat. 51 % der Nutzer des kostenlosen Instant-Messenger-Dienstes sind zwischen 16 und 24 Jahren alt. Wie man diese Plattform erfolgreich nutzt, hat Audi mit seiner Aktion im Rahmen einer Super-Bowl-Übertragung mit 37 Millionen Abrufen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Periscope ist ein weiterer neuer, interessanter Fisch im Plattform-Pool. Die Live-Stream-App ist vor allem geeignet für Events, Pressekonferenzen, ein Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens oder die Präsentation von News oder neuen Produkten. Durch die Live-Übertragung wird eine extrem hohe Authentizität geboten. CMCX MünchenHilker empfiehlt alle drei Kanäle vor allem im internationalen Kontext, bei einer jüngeren Zielgruppe und / oder im B2B-Segment. Steffen Hopf von Yahoo macht sich für den Einsatz von Tumblr stark. Was nicht verwundert, da die Blogging-Plattform zu Yahoo gehört. Der Vortrag hatte dabei eine besondere Note: Am Tag des CMCX-Vortrags wurde bekannt, dass Yahoo Tumblr außerplanmäßig mit 230 Millionen US-Dollar abgeschrieben hat. Laut Hopf nutzen 300 der 500 weltweiten Top-Marken die Plattform, die mit 12,2 Millionen Nutzern hinter Facebook auf Platz 2 der Social-Media-Charts rangiere. Bleibt abzuwarten, wie es um die Zukunft von Tumblr bestellt ist. Michael Wolf von wingu glaubt beim spannenden Thema Location Based Content zwar nicht an Push-Mitteilungen, aber an Inhalte, die über die übliche Benachrichtigung hinausgehen. Gerade vor der nicht mehr aufzuhaltenden Mobile-Lawine hat auch der Bereich der standortbasierten Inhalte in Zukunft ein beachtliches Potenzial. Fazit Die CMCX war mit mehr als 1800 Besuchern ein voller Erfolg und bot viele interessante Aspekte und Inspirationen, wie man Content Marketing mit Leben füllen kann. Neben einem fundierten Verständnis für Zielgruppen und Plattformen kann ein Blick auf den Content der Vergangenheit genauso wichtig sein wie die Einbeziehung und Wertschätzung klassischer Marketing-Instrumente. Wir freuen uns auf die CMCX 2017! Weitere Recaps zur CMCX 2016: Recap von Dr.Simon Geisler auf communicate and sell: "Die Content Marketing Conference (CMCX) in München - Erster Tag" Recap von Christine Gerber auf communicate and sell: "Content Marketing Conference in München (CMCX) - Zweiter Tag"