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Bilder SEO

Bilder SEO ist prinzipiell das Gleiche wie "normales" SEO (Search Engine Optimization), denn es beschreibt ebenso Maßnahmen, durch die eine höhere Platzierung im Suchmaschinen-Ranking erreicht werden kann. Im Bilder SEO allerdings geht es nicht um komplette Webseiten, sondern ausschließlich – wie der Name schon sagt - um Bilder. Gerade die "Universal Search" macht Bild SEO so interessant, denn dort erscheinen die Bilder inzwischen immer häufiger an wirklich attraktiven Positionen! Die relevanten Ranking-Faktoren für Bilder können in drei Bereiche eingeteilt werden:

  • Rankingfaktoren bezüglich der Bilddatei
  • Onpage-Rankingfaktoren
  • Offpage-Rankingfaktoren

Teaser-Grafik zum Thema Bilder SEO
Rankingfaktoren bezüglich der Bilddatei

1. Dateiname Die richtige Benennung der Bilddatei ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Optimierung, denn das Bild rankt – eigentlich - nur unter den Begriffen der Bildbenennung. Daraus folgt, dass der Dateiname unbedingt aus relevanten Keywords bestehen sollte. Sprich "Keyword.jpg" bzw. "Keyword1-Keyword2.jpg". Allerdings sollte der Dateiname niemals mehr als vier Keywords beinhalten und Umlaute sollten umgeschrieben werden ("ü" – "ue" etc.)

2. Dateipfad Es ist ratsam, Google durch anlegen eines "Image-Ordners", zu zeigen, dass es sich hierbei um Bilddateien handelt. Noch sinnreicher jedoch ist es, die Dateipfade Keyword-orientierter zu strukturieren, indem man wichtige Bilder in gleichnamigen Ordner ablegt. (z.B. www.domain.de/keyword1/keyword1.jpg).

3. Format Bilder sollten mindestens 320 Pixel in der Höhe und Breite aufweisen, höchstens jedoch 1280 Pixel an der größeren Kante. Denn kleinere Bilder ranken für gewöhnlich schlechter und größere Bilder sind nur mit der Zusatzoption "Große Bilder anzeigen" zu finden.
Als Dateiformat zeigt sich das JPEG-Format als beste Ranking-Variante. Damit die Datei weder zu groß, noch zu stark komprimiert ist, solle sie ca. mit einer Qualität von 60 % bis 80 % abgespeichert werden.

4. Uniqueness Es macht den Anschein, als versuche Google, duplicate content auch im grafischen Bereich abzustrafen. Daher sind eigens aufgenommene Fotos am idealsten. Schade nur, dass man selbige wohl eher selten zu Verfügung hat. Daraus ergibt sich, dass vorhandene Bilder zu einer Art Unikat nachbearbeitet werden sollten.

Onpage - Rankingfaktoren

1. Umgebung Damit ist der textuelle Content gemeint, der sich in unmittelbarer Nähe zum Bild befindet. Beispielweise also eine Bildunterschrift oder auch umfließender Text. In diesen Texten sollten die Keywords also verstärkt Verwendung finden.

2. Alt-Text Der Alt-Text sollte immer in jedem IMG-Tag vorkommen, denn Google erkennt (noch) keine Bilder – nur Text! Außerdem ist der Text im Alt-Attribut essentiell für ein barrierefreies Webdesign. So sollten sowohl für Google, als auch für sehbehinderte Menschen im Alt-Text geschrieben stehen, was auf dem Bild zu sehen ist. Darüberhinaus wird der "Alternative Text" dann angezeigt, wenn das Image – aus welchen Gründen auch immer – nicht im Browser angezeigt wird. Ein weiterer, Usability-fördernder Faktor, den der Alt-Text mit sich bringt und ihn praktisch unverzichtbar in IMG-Tags macht.

3. Title-Attribut Das Title-Attribut eine andere Form von "umgebenden Text" kann ebenfalls die Relevanz des Keywords positiv beeinträchtigen. Er dient in Webbrowsern einerseits als Tooltip, der bei hover über das Bild erscheint und/oder als Ersatz bspw. für eine Bildunterschrift.

4. Inhalt der Seite Allgemein helfen alle gewöhnlichen SEO-Maßnahmen, die auf einer Seite für bestimmte Keywords durchgeführt werden, auch den Bildern, die für diese Keywords relevant sind. Logischerweise sollte man also unbedingt darauf achten, dass die Bilder, die man in den SERPs pushen möchte, auch zum Content der Seite passen.

Offpage- Rankingfaktoren

1. Interne Verlinkung Bilder können durch diese Maßnahme schneller und leichter von Crawler, Spider o.a. gefunden und indexiert werden.

2. Externe Verlinkung Eine gute Verlinkung der Seite und auch der Bilder - gerade bei Keyword-relevanten Links – ist auch im Bild SEO von großer Bedeutung.

3. Mehrfach-Nutzung der Bilder Nutzt man ein Bild mehrfach innerhalb einer Domain, so steigt für Google der Wert des Bildes. Selbiges passiert bei einer Wiederverwendung auf einer anderen Domain durch so genannte "Hotlinks". Allerdings könnte das Bild bei Google dann mit der "falschen" Domain gerankt werden.

Checklist für Bilder SEO
  • Dateinamen und Dateipfad der Grafiken sinnvoll vergeben
  • Bildgröße vernünftig setzen und in den height- und width-Attributen angeben
  • Einzigartige/neue/im Optimalfall selber erstellte Bilder verwenden
  • Schlüsselbegriffe im umliegenden Text verwenden (Content muss zum Bild passen)
  • Keywords im Alt-text und im title-Attribut des Bildes angeben
  • Interne und externe Verlinkung der Grafiken & optimalerweise in der XML-Sitemap angeben
  • Mehrfachnutzung der Bilder (vorranging auf der eigenen Domain)
Bild SEO ist also kein Hexenwerk. Die einzelnen Optimierungsmaßnahmen sind auch für nicht allzu SEO-affine Webdesigner oder Programmierer recht einfach durchführbar und können den Traffic auf der eigenen Domain erheblich steigern. Es lohnt sich also auf jeden Fall, den einen oder anderen Tipp dieses Beitrags in die Tat umzusetzen.