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Auslieferung der Match Types Phrase und Exact mit nahen Varianten

Google wird ab Mitte Mai die Auslösung der Anzeigen auf Phrase- (passende Wortgruppe) und Exact-Keywords (genau passend) mit „nahen Varianten“ erweitern.  
  • Was versteht man unter  „nahen Varianten“?
Mit nahen Varianten werden auch Suchbegriffe mit fehlerhafter Schreibweise (z.B. Tippfehler), Singular- oder Plural-Formen des Keywords, Akronyme, Wortstämme, Abkürzungen und Akzente berücksichtigt. Durch die Ergänzung der beiden Matching-Optionen mit nahen Varianten können auch potenzielle Kunden erreicht werden, die nicht genau nach ihren eingebuchten Keywords suchen, deren Suchanfragen jedoch genauso relevant sind. Insgesamt können Phrase- und Exact-Keywords mit nahen Varianten um ca. 3% mehr relevante Impressionen und Klicks erzielen.
  • Wird das Matching bei einem sorgfältig erstellten Keyword-Portfolio durcheinander gebracht?
Wir können uns vorstellen, dass in einer Anzeigengruppe, in der das gegebene Keyword sowohl in Singular- als auch in Plural-Form eingebucht ist, die Suchanfrage dem Keyword mit dem höheren Qualitätsfaktor zugeordnet wird. Dieses Phänomen haben wir bereits bei weitgehend passenden (Broad-) Keywords beobachtet, bei denen der Zuordnung auch ein größerer Spielraum gewährt wird. Es ist aber nicht unbedingt ein negativer Effekt, denn in diesem Fall würde der Klick dem Keyword mit dem höheren Qualitätsfaktor und niedrigerem CPC angerechnet.  
  • Wo liegt noch der Unterschied zwischen dem neuen Match-Type Broad Match Modifier und Phrase (passende Wortgruppe) mit nahen Varianten?
Beide Übereinstimmungstypen berücksichtigen falsche Schreibweisen und Singular- oder Pluralformen. Der wesentliche Unterschied besteht allein darin, dass beim Broad Match Modifier (während einer Suchanfrage)  auch Wörter zwischen den mehrteiligen Keywords/Keyword-Kombinationen stehen können oder die Reihenfolge der Keywords vertauscht werden dürfen, was bei der passenden Wortgruppe mit nahen Varianten weiterhin nicht passieren kann.  
  • Bei eingebuchten Tippfehler-Keywords besteht oft das Problem, dass das Keyword einen schlechten Qualitätsfaktor hat oder wegen zu geringem Suchvolumen keine Anzeigenschaltung auslöst. Wenn ab sofort auch Tippfehler berücksichtigt werden,  wie wird sich dies auf den Qualitätsfaktor und den Klickpreis auswirken?
Laut Google werden der Qualitätsfaktor und die Gebotsschätzung für die erste Seite nicht anhand der nahen Varianten ermittelt. Nur das genaue Keyword wird in diese Faktoren einbezogen.  Suchbegriffe, die als „nahe Varianten“ identifiziert werden, werden nicht in den Qualitätsfaktor und in die Gebotsschätzung einfließen.  
  • Wird es nötig sein die ausschließenden Begriffe zu erweitern?
Es ist durchaus empfehlenswert nach der Umstellung die Suchbegriffe genau zu analysieren, um eventuell neue Ausschlussbegriffe zu identifizieren und zu ergänzen.   Wichtige Hinweise zu den Kampagneneinstellungen:
  • Man kann selbst bestimmen, ob die nahen Varianten berücksichtigt werden sollen oder nicht. Nach der Umstellung im Mai wird das Matching für Phrase und Exact mit den nahen Varianten voreingestellt sein. Möchte man die nahen Varianten für eine bestimmte Kampagne ausschließen, muss man dies bei den Kampagneneinstellungen unter „Erweiterte Einstellungen“ manuell vornehmen.
[caption id="attachment_8858" align="aligncenter" width="534"] Quelle: www.adwords.google.de[/caption]
  • Man kann bei den Kampagneneinstellungen nur die Phrase-Keywords und die Exact-Keywords zusammen für die nahen Varianten einschränken. Eine Einschränkung bewirkt, dass die erweiterte Form der Auslieferung für beide Matching-Typen ausgeschlossen wird. Eine Separierung ist daher nicht möglich.
Nun sind wir gespannt auf die neuen relevanten Suchbegriffe inklusive witziger Tippfehler!