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Affiliate Marketing in UK

Vor wenigen Tagen gab Zanox den Zusammenschluss mit der britischen Digital Window bekannt. Damit wird der internationale Kurs von Zanox weiter fortgesetzt. Mit den Netzwerken affiliate Window und buy.at ist Digital Window der Marktführer in Großbritannien. Durch den Zusammenschluss wird die Zanox Gruppe laut eigenen Angaben der europäische Marktführer für erfolgsbasiertes Online Marketing. Für  Merchants bedeutet das einen direkten Zugang zu allen europäischen Märkten, für Publisher eröffnen sich damit neue Programme. Der Marktauftritt wird abhängig vom Land strukturiert. Während in Kontinentaleuropa weiterhin die Marke Zanox die Gruppe nach außen vertritt, werden die Zanox Kunden in Großbritannien in die Netzwerke affiliate window bzw. buy.at überführt und dort betreut. Ein Grund mehr, den britischen Affiliate Markt und die beiden Netzwerke affiliate window und buy.at einmal genauer zu betrachten: Beide Netzwerke zusammen bieten über 1.300 verschiedene Programme an, darunter 200 der größten UK Marken. Mit rund 20 Millionen Transaktionen pro Jahr generieren die Netzwerke rund 2 Mrd. £ Umsatzerlöse für Ihre Partner. Zanox kann also die Erfahrung zweier gut aufgestellter Programme in UK nutzen. Netzwerke allgemein in UK: In einer eConsultancy Befragung (2009) von über 1.000 UK Affiliates wurde Affiliate Window mit 43% als das wichtigste Netzwerk angegeben, was das Einkommen der Affiliates über ihre Merchants betrifft (Affiliate Window hat diese Studie allerdings auch unterstützt).  Darauf folgen Tradedoubler mit 18% als zweit wichtigstes Netzwerk und CJ mit 10%. Zanox spielt bei den UK Affiliates mit nur 1% kaum eine Rolle. Das bedeutendste Kriterium bei der Wahl des Netzwerkes ist die breite Auswahl an

Merchants. Somit konnte Zanox seinen Stellenwert durch den Zusammenschluss deutlich verbessern.

Grafik International

UK Affiliates: Etwa ein Drittel der UK Affiliates ist laut der Studie von eConsultancy Vollzeit in der Branche tätig. Im Vergleich hierzu sind in den USA über die Hälfte der Affiliates Vollzeit „beschäftigt“. Mit etwa 36% ist das vorherrschende Geschäftsmodell in UK „true content“, also SEO optimierte Seiten. Rund 20% der Affiliates verdienen mit SEM ihr Geld, weitere 11% mit Preisvergleichen. Wie auch hierzulande ist das Geschäftsmodell „voucher codes“ bzw. Gutscheine weiter auf dem Vormarsch. Gemeinsam mit dem anderen Incentive Modell „Cash Back“  beträgt der Anteil an den Geschäftsmodellen insgesamt 10%. UK Affiliates bewerben zwar zu 99% UK Programme, sind aber auch international aufgestellt. 27% sind auch für US Merchants aktiv, 13% für irische und 7% sogar für deutsche Programme. Die hohe Quote an amerikanischen und irischen Programmen hängt sicherlich damit zusammen, dass es hier so gut wie keine sprachlichen Barrieren gibt. In Bezug auf die beworbenen Branchen wiederum, stehen Programme rund um das Thema Reise / Flug mit 33% an erster Stelle, dahinter folgen elektronische Geräte auf Platz zwei, Geschenke auf Platz 3 und Mode / Fashion Programme an Stelle 4. Am deutlichsten wachsen in UK konnte der Bereich Home / Garten, der im Vergleich zu der Befragung von 2007 um 8% angestiegen ist. Abhängig vom Geschäftsmodell  ist die Zahl der verschiedenen Branchen, die von den Affilates beworben werden, natürlich unterschiedlich hoch. Ein Fünftel aller Affiliates bewerben sogar mehr als 80 Programme. Vergleicht man hierzu beispielsweise die Top 10 Programme bei Zanox, so ist auffällig, dass die Hälfte dieser Programme sich um das Thema „Telekommunikation“ drehen. Expedia.de ist das einzige Top-Programm bei Zanox rund um das Thema Reisen. Mit otto.de und neckermann.de sind außerdem die großen Versandhändler weiterhin unter den Top Programmen vertreten. Entwicklungen Affiliate Marketing UK: Wie auch in Deutschland, nimmt das Geschäftsmodell „voucher codes“ / Gutscheine einen immer wichtigeren Stellenwert ein.  43% der von eConsultancy befragten Affiliates sehen dies als eine Gefahr. Nicht zuletzt befürchten wahrscheinlich gerade die Content Seiten, den letzten Click an die Gutschein Publisher zu „verlieren“. Auch die customer journey, unter anderem auf der a4u ein heiß begehrtes Thema, spielt in UK eine wichtige Rolle. Befragt man die Affiliates selbst nach ihrer Einstellung hierzu, so ergibt sich ein sehr differenziertes Bild. Dem Modell „last cookie wins“ stimmen 34% der befragten Affiliates zu. Auch wenn diese Vergütungsweise bekannt und gelernt ist, gibt wiederum ein Drittel der Befragten an, dass es gerechter wäre, die Vergütung aufzuteilen. Zu jeweils 18% sind die Affiliates der Meinung, dass die Vergütung gleichwertig unter allen am Sale beteiligten Affiliates aufgeteilt werden sollte bzw. abhängig vom Beitrag zum Sale. Ebay geht mit seinem Partnerprogramm in UK schon so weit, Affiliates aufgrund eines Qualitätsfaktors pro Click zu bezahlen. Wie Chris Howard, head of affiliates bei Ebay, in der newmediaage Mai berichtete, hat dieses System den qualitativ hochwertigen content-basierten Affiliates geholfen. Laut eigenen Angaben geben Neukunden seit der Umstellung auf das Quality-Click Pricing Modell innerhalb der ersten drei Monate im Schnitt 20% mehr bei Ebay aus. Interessant ist das Modell aber auch für Affiliates: Sie verdienen laut Ebay 14% mehr. Als große Chance wird die erhöhte Nutzung des mobilen Internets unter den Affiliates wahr genommen. 55% der Affiliates waren in der Studie von eConsultancy dieser Meinung. Aktiv sind in diesem Bereich bislang allerdings sehr wenige Affiliates. Wie auch in Deutschland bleibt es spannend, diese Entwicklungen weiter zu verfolgen. Haben Sie schon Erfahrung als Affiliate in UK? Wo sehen Sie die größten Unterschiede zu Deutschland? Wir freuen uns über Ihr Feedback!