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Google AdWords - Irrtümer des Alltags Teil 1

Google AdWords - Irrtümer des Alltags

"Seit ich nicht mehr mit AdWords werbe hat sich mein organisches Ranking verschlechtert."

Zwischen organischen Suchergebnissen und bezahlten Anzeigen besteht kein direkt proportionaler Zusammenhang. Keiner. Eigentlich sollte dies die Frage bereits beantworten, eine kleine Ausschweifung erlauben wir uns allerdings doch dazu:
Der Google Page Rank bewertet die Relevanz und Popularität einer Webseite. Wenn ich eine Webseite demnach durch verschiedenste Methoden, sei es klassische Bannerwerbung, Social Media oder eben AdWords bewerbe und ihre Bekannt- , Beliebtheit und externe Verlinkung dadurch kontinuierlich steigere, wird irgendwann selbstverständlich auch der Page Rank beeinflusst – im Idealfall positiv. Selbst dann ist es aber höchst unwahrscheinlich, dass dieser nach Ende der AdWords-Werbung wieder spontan absackt. Eine Wechselwirkung zwischen SEO, SEA und anderen Werbe- und PR-Maßnahmen lässt sich also niemals komplett ausschließen. Sonst wäre unser Fach aber auch langweilig.


"Google verlangt immer höhere Gebote für bestimmte Keywords, dabei wirbt aktuell niemand darauf."

Ganz einfach, Google will Werbern das Geld aus der Tasche ziehen. Naja, schon, aber dann doch nicht so geistlos. Dieses Phänomen ist zwei Umständen zuzuschreiben, zum einen, dass Google lieber gar keines als ein irrelevantes Suchergebnis ausspielt und zweitens, dass es in der AdWords-Oberfläche nur eine bestimmte Anzahl an Warnmeldungen gibt.

Sehen wir uns das anhand eines Beispiels an:
Wenn sie beispielsweise Trockenfrüchte, die Sie in Ihrem Onlineshop anbieten verkaufen möchten und um der Reichweite Willen allgemeine Begriffe wie „Datteln“ einbuchen, wird Ihnen im AdWordskonto mit hoher Wahrscheinlichkeit die Statusmeldung „Unter dem Gebot für die 1. Seite“ angezeigt werde - egal, wie oft Sie das Gebot erhöhen. Der Grund dafür ist nicht, dass Google trotz mangelnder Mitbieter die Preise nach oben treiben möchte, sondern der Begriff „Datteln“ einfach zu allgemein ist um bereits eine konkrete Intention zu erkennen. Will der Nutzer wissen was Datteln sind, wo sie wachsen oder möchte er welche kaufen? Solange dies auf Basis der Suchanfrage nicht erkennbar ist, oder die Erfahrung der Suchmaschine nicht gezeigt hat, dass Anzeigen die relevanteste Antwort auf diese Suchanfrage sind, werden hierauf keine Anzeigen erscheinen.

Bis zum nächsten Blogeintrag hätten wir gerne, dass Sie über folgende Fragen sinnieren:

  • Ist bei Keywords mehr auch tatsächlich mehr?

und

  • Ist der Long-Tail tot?

In der Zwischenzeit adressieren Sie Ihre Irrtümer gerne an presse.austria@iprospect.com.  Die, die uns am meisten erheitern, werden mit Gummibären belohnt!