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Facebook das Dorf

Facebook das Dorf

Facebook sortiert seinen Newsfeed wieder einmal neu und wird damit etwas privater: Man soll jetzt wieder mehr von seinen Freunden lesen und weniger von Fanseiten. Das stärkt den Dorfcharakter der Plattform – indem man sich zuerst mit seinen Nächsten bzw. mit Freunden und Familie austauscht.

Und das hat große Auswirkungen. Immerhin sprechen wir hier von einem Netzwerk mit 1,7 Milliarden Nutzern weltweit. Generell entscheidet Facebook für jeden User individuell was er in seinem Newsfeed sehen kann bzw. welche Inhalte am relevantesten für ihn oder sie sind. Und jetzt hat sich der Social Media Gigant entschieden, Inhalte und Posts aus dem privaten Umfeld noch einmal höher zu gewichten und somit auch mit höherer Wahrscheinlichkeit im Newsfeed anzuzeigen.

Generell eine gute Sache. Und was viele nicht wissen: wir können sogar selbst ein bisschen mitreden, indem wir in unseren Einstellungen Prioritäten setzen:


Allgemein ist auch der Facebook Algorithmus eine gute Sache: Facebook möchte uns damit immer die relevantesten Inhalte zeigen – und das maßgeschneidert auf unsere Bedürfnisse und Interessen. Jeder einzelne Post wird bewertet und gezielt ausgespielt. Wichtig sind dabei vor allem folgende Hauptkriterien: Resonanz, Aktualität und die Beziehung zwischen der Seite und dem User. Und dann gibt’s es noch viele viele mehr. Die genauen Details behält Facebook für sich. Sicher ist nur, dass er sich regelmäßig anpasst.

Leider gibt es hier für uns Werbetreibende auch eine schlechte Nachricht: Unternehmen müssen in Zukunft vermutlich etwas mehr Mediabudget in die Hand nehmen, um gesehen zu werden. Wir sind gespannt auf die Auswirkung dieser Umstellung.

Diese Anpassung des Algorithmus bedeutet einen ziemlichen Richtungswechsel der zuletzt üblichen Politik. Für viele Nutzer ist Facebook mittlerweile der erste Nachrichtenkanal über den sie sich über News aus aller Welt informieren.  Wenn private und familiäre Beiträge nun wieder stärker gefördert werden geht das sicherlich zulasten digitaler Nachrichten im Netz. Anderseits ist zu erwarten, dass die Umstellung einer der größten Challenges in der Facebook Welt begegnet: die sinkende Interaktivität zu bekämpfen. Hinter der Änderung steht sicherlich auch die Hoffnung, mit Inhalten von Freunden mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen und auch die Userschaft wieder zum Ursprung der Plattform zurück zu führen: dem liken, sharen und kommentieren.