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Tut etwas Gutes: spendet doch eure Daten!

Tut etwas Gutes: spendet doch eure Daten!

Wir sind ja mitten drin in der besinnlichen Weihnachtszeit. Jeder ist noch auf der Suche nach dem perfekten Geschenk. Materielle Dinge sind out – haben wir doch schon alle. Soziale Geschenke sind jetzt voll angesagt. Sei es ein Stückchen Regenwald, die Ernährung einer milchspenden Kuh in Zentralafrika oder doch lieber einen Mikrokredit für jemanden der ihn brauchen kann.

Spenden statt Schenken! Und was kann man wertvolleres Spenden als seine eigenen Daten?

Mittlerweile weiß man ja, dass unsere Daten wertvoll und gefragt sind. Gerade in letzter Zeit springen immer mehr App Entwickler auf diesen Zug auf.

Vor allem junge Menschen sind die Hauptzielgruppe dieser neuen Geschäftsstrategie. Bisher eine nicht gerade die spendenfreudigste Gruppe. Mit „Helfen leicht gemacht“ versucht man sie nun aus der Reserve zu locken.

Der aussagekräftige Name „Goodnity“ ist ein Beispiel dafür. Goodnity ist eine App die ihre User täglich werberelevante Fragen stellt - übers Smartphone. Also: „Wie spülst du dein Geschirr am liebsten?“ und „Trinkst du auf Flügen Tomatensaft“. Durch die generierten Daten werden Hilfsprojekte für Kinder in Haiti unterstützt. Konkret bringt jede Antwort 2 Cent für das Hilfswerk „Nuestros Pequenos Hermanos Deutschland“ und wird über diverse Marktforschungsfirmen abgewickelt.

Gute Sache. Und nur eines von vielen Beispielen.

Mit ShareTheMeal kann man Kleinstbeträge an das Nations World Food Programme spenden. Innerhalb von drei Monaten wurden so 720.000 Euro aufgestellt – also 2,3 Millionen Mahlzeiten für Kinder. Oder Charity Miles, hier können Spenden in der Höhe zwischen 10 bis 25 Cent erradelt oder erlaufen werden. Oder du verbringst deine Zeit damit, dir neue Werbeprospekte durchzusehen und spendest damit ein bisschen etwas bei Smoost.

Neue Wege die vor allem drei Ziele verfolgen: das Spendenaufkommen zu erhöhen, neue Ansätze in der Marktforschung zu etablieren und natürlich auch selbst Gewinne zu generieren.

Also eine klare win-win-win Situation.  Doch wer gewinnt hier am meisten? Mit diesen Daten und Zahlen ist Goodnity wiederum sehr vorsichtig. Im Schnitt zahlen Marktforschungsinstitute 5 bis 15 Cent pro Antwort. Ca. 80 Prozent fließt allerdings in den eigenen Umsatztopf.

Mit diesem Weihnachtsgeschenk hilft man also vor allem Startups auf die Sprünge. Interessant ist der Ansatz trotzdem. Und was wir noch wissen wollten: Welche Weihnachtsgeschenke sind dir eigentlich am liebsten?