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Welche Vorteile haben negative Keywords?

Welche Vorteile haben negative Keywords?

Die Wirkung von auszuschließenden Keywords wird im Suchmaschinenmarketing häufig unterschätzt und ihr Potential nicht voll ausgeschöpft. Dabei haben negative Keywords einen großen Impact auf die Performance in Google Ads, wenn die Keywords regelmäßig gepflegt werden.

Der Ausschluss ist zum einen mit Listen und außerdem auf Kampagnen- und Anzeigengruppen-Ebene möglich und verhindert die Schaltung einer Anzeige bei entsprechenden Suchanfragen wie beispielsweise mehrdeutige Keywords.

Negative Keyword Listen

Die wahrscheinlich bekannteste Methode zum Ausschluss sind Listen mit negativen Keywords. Diese dienen vor allem dazu, um kritische Zusammenhänge zu vermeiden, aber auch um bei Suchanfragen zu bestimmten Marken, Kategorien o.Ä. nicht mit Anzeigen zu erscheinen, wenn sie nicht zum Sortiment oder zur Serviceleistung passen.

Diese Listen sind im AdWord-Konto anzulegen und lassen sich dort zentral pflegen und gewünschten Kampagnen zuordnen.

Keywords aus taktischen Gründen ausschließen

Keywords auszuschließen, resultiert oft auch im fehlenden Zusammenhang zwischen Suchanfrage und Landingpage.

Als Unternehmen möchte man beispielsweise nicht immer bei jeder Kombination des Brand Keywords mit einer Anzeige in den Suchergebnissen erscheinen.

Wenn nach Jobs bei Unternehmen XY gesucht wird, es aber keine Jobangebote gibt, gehen durch ungewollte Anzeigenschaltungen möglicherweise Klicks ins Leere und wahrscheinlich erhöht sich sogar der CPC. Um irrelevante Impressions/Klicks zu vermeiden und den Quality Factor aufrecht zu erhalten, ist das Ausschließen entsprechender Keywords also eine altbewährte Methode.

Zur Abdeckung individueller Suchanfragen kann der Ausschluss von Keywords bedeutend zu einer präzisen Produkt-Trennung bei Ad Groups beitragen und letztendlich auch die Absprungrate senken.

Und nicht zu vergessen: negative Keywords müssen nicht immer nur exact sein. Es ist ausschlaggebend auch mit negativen broad match Keywords zu arbeiten.

Query Level Bidding mit auszuschließenden Keywords

Besonders spannend ist der Ausschluss zu Optimierungszwecken auf Kampagnenebene. Dieser Prozess ist in der Vorbereitung etwas aufwändig aber definitiv seine Zeit wert. Beim sogenannten Query Level Bidding (Martin Roettgerding, Bloofusion Germany) wird anstatt nur einer Kampagne zu einer Produktgruppe gleich eine Reihe von Kampagnen mit unterschiedlichen Prioritäten und eigenem Fokus (z.B. Brand, no Brand und Angebot) aufgesetzt.

Mit auszuschließenden Keywords kann nun gesteuert werden, dass die Suchanfragen nicht in den falschen Kampagnen landen.

Das ist übrigens nicht nur bei Text Ads möglich sondern auch bei Google Shopping. Nun können die Kampagnen mit unterschiedlichen Biddings gesteuert werden. Zur Aufrechterhaltung der Struktur sollten die negativen Keywords natürlich regelmäßig gepflegt werden.

 

Die Nutzung von negativen Keywords in Google Ads ist also nicht nur ein „nice to have“, sondern essentiell, um mit kritischen Inhalten nicht in Verbindung gebracht zu werden. Auch für eine gute Performance sind sie nicht wegzudenken. Also auf geht’s ins Konto und ran an die auszuschließenden Keywords. Es lohnt sich!

 

 

Quellen:

 

https://searchengineland.com/step-step-guide-query-level-bidding-google-shopping-228309

https://support.google.com/google-ads/answer/2453972?hl=de