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Do it for the Gram!

Do it for the Gram!

700 Millionen – so viele Nutzer zählt Instagram weltweit. Alleine in Österreich tummeln sich 1 Million User auf der beliebten Bilder-Plattform, posten appetitliche Food Selfies oder den neuesten Urlaubsschnappschuss, erstellen individuelle Stories und herzen den Content von anderen sogenannten „Igers“.  Dass hier natürlich auch Unternehmen mitmischen wollen, liegt auf der Hand. Die Facebook-Tochter zählt seit dem Frühjahr 2017 weltweit über 1 Million Werbetreibende und setzt damit einen Meilenstein. Damit bringt Instagram nicht nur den großen Bruder ordentlich ins Schwitzen.

„Facebook ist schon längst out“, heißt es von vielen Seiten und vermutlich ist ein kleiner Funken Wahrheit dran, zumindest, wenn man sich den rasanten Aufstieg von Instagram als Social Media Plattform und attraktivem Werbekanal vor Augen führt. Klar verfügt Facebook als Massenmedium immer noch über die meisten Nutzer weltweit und erzielt enorme Reichweiten, dennoch ist „The Gram“ vor allem bei jungen Menschen unter 30 Jahren etabliert. Bei den Unter-19-Jährigen liegt der „Bilder-Spielplatz“ sogar schon vor Facebook.  

Der Mensch ist ein Augentier, weshalb übermäßig viel Text in den sozialen Medien häufig nicht gut ankommt. Instagram setzt deswegen vor allem auf visuelle Inhalte – ästhetische und qualitativ hochwertige Bilder sowie kurze Videos. Ergänzt werden Posts durch ein wenig Text und – ganz wichtig – durch das Setzen von bis zu 30 Hashtags, unter denen geteilte Inhalte zu Themen zusammengefasst werden. Das digitale Bild findet insbesondere bei der weiblichen Zielgruppe großen Anklang – immerhin nutzen 60 Prozent der jungen Frauen und 44 Prozent der jungen Männer regelmäßig Instagram. Die sogenannten Millennials sind auf der Suche nach Style auf Instagram, hier haben es besonders Fashion- und Beauty-Marken leicht, ihre Zielgruppe zu erreichen.

Doch wann empfiehlt es sich nun, Instagram als Marketing-Kanal einzusetzen? Das Bilder-Portal eignet sich aufgrund der sehr hohen Beitragsinteraktionen hervorragend dafür, um einen großen Branding-Effekt zu erzielen, das heißt Reichweite und Awareness sollten hier das übergeordnete Ziel darstellen. Instagram nutzt die Beliebtheit visueller Inhalte, bei denen vermehrt die Filter-Ästhetik im Fokus steht. Dessen sollte man sich als Werbetreibender auch bewusst sein. Nichts sagende, ausdruckslose Bilder sorgen hier für wenig Aufmerksamkeit. Selbst spontan anmutende  Schnappschüsse durchlaufen die Filter- und Aufhübschungs-Maschinerie, bevor sie im Instagram-Universum auf Bewunderung stoßen können. Seit einiger Zeit bietet Instagram Werbetreibenden auch die Möglichkeit, sich zwischen den beliebten Stories zu platzieren. Hier können Marken auf subtile Art und Weise, aber Reichweiten-stark, ihre Markenbotschaft kommunizieren und sind dabei besonders hipp.

Wie oben erwähnt tendieren Instagram-Nutzer verstärkt zum Liken und Sharen von Bildern und Videos, auf Call-to-Action Buttons reagieren sie eher seltener. Deswegen ist es beim Konzipieren von Performance-Kampagnen ratsam, Vorsicht walten zu lassen und hierfür doch eher Facebook heranzuziehen. Auch hier gilt die These: Inhalte und Werbeformate sollten Kanal-gerecht eingesetzt und das Nutzerverhalten sowie Erwartungen berücksichtigt werden, denn jedes soziale Medium hat seine eigenen Spielregeln.

 

Quellen:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/jugendliche-finden-whatsapp-instagram-besser-als-facebook-14539922.html
https://www.geropflueger.de/ist-instagram-besser-als-facebook-und-twitter
https://www.upon-onlinemarketing.de/netzwerk-vs-bilderdienst-gemeinsamkeiten-und-unterschiede-zwischen-facebook-und-instagram-marketing
https://onlinemarketing.de/news/instagram-1-million-werbetreibende
https://www.impulse.de/management/marketing/social-media-nutzung-altersgruppe/3654830.html